What others have already solved.
Challenges in this region — and the ideas, concepts and projects already tackling them elsewhere.
Concrete for Traunstein
Mobilität am Land ohne eigenes Auto
Wer in Traunstein kein Auto hat, kommt abends und am Wochenende kaum noch zu Ärzt:innen, Vereinsangeboten oder zur Arbeit in Nachbargemeinden.
Ein von Ehrenamtlichen gefahrener Kleinbus verbindet Ortsteile ohne ÖPNV-Anschluss mit dem jeweiligen Ortszentrum — eigens zusammengefasst nach einem Lokalzeitungsbericht.
Ein Förderverein betreibt den Bus organisatorisch mit ehrenamtlichen Fahrer:innen, die Gemeinde übernimmt Versicherung, Wartung und einen jährlichen Zuschuss.
Im Ortsgebiet Inzell markieren einfache Mitfahrbänke Wartepunkte, an denen Ortsansässige wartende Personen unkompliziert mitnehmen — ohne Verein, ohne App, auf Vertrauensbasis.
From the general pool
Leerstehende Ladenflächen in der Innenstadt
In mehreren Landkreis-Kommunen stehen Geschäfte am Hauptplatz und in der Fußgängerzone seit Monaten leer und schwächen die Aufenthaltsqualität der Innenstadt.
Leerstehende Läden befristet und unbürokratisch an Vereine, Kunstschaffende und Gründer:innen vermitteln, statt sie ungenutzt zu lassen.
Standardisiertes Modell: Die Kommune vermittelt Leerstand zentral und übernimmt befristet einen Teil der Nebenkosten, Nutzer:innen zahlen dafür reduzierte Miete und beleben die Fläche.
Ehrenamt-Nachwuchs sichern
Vereine und Initiativen finden zunehmend schwer neue, insbesondere jüngere Ehrenamtliche für Vorstandsarbeit und feste Aufgaben.
Ein Abend, an dem mehrere Vereine in Kurzrunden ihre Mitmach-Möglichkeiten vorstellen, statt einzeln und dauerhaft um Aufmerksamkeit zu werben.
Neue Ehrenamtliche werden für die ersten drei Monate von einer erfahrenen, ähnlich alten Person begleitet, statt allein in bestehende Strukturen zu starten.
Nahversorgung in Streusiedlungen ohne Auto
In dünn besiedelten Gemeindeteilen ohne Supermarkt in Gehweite hängt die Grundversorgung stark vom eigenen Auto ab, was ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen benachteiligt.
Bewohner:innen gründen eine Genossenschaft, die einen kleinen Nahversorger im Ort betreibt, wenn sich ein klassischer Supermarkt betriebswirtschaftlich nicht mehr trägt.
Standardisiertes Gründungs- und Finanzierungsmodell: Anteile schon ab kleinem Betrag, ehrenamtlicher Vorstand, ein bis zwei feste Teilzeitkräfte im Verkauf, die Gemeinde stellt häufig die Fläche.